Nachhaltigkeit: Essen fürs Klima

Aktualisiert: 22. Apr.

Erderwärmung, leer gefischte Meere, destabilisierte Ökosysteme: Unser Planet ist am Anschlag. Dringender Handlungsbedarf ist geboten – gleichwohl innerhalb unserer Ernährung. Worauf wir achten können.




Fleisch, Milch und Milchprodukte

„Um die Klimaziele zu erreichen, müssen wir den Verzehr von tierischen Artikeln um 70 bis 80 % reduzieren“, sagt Professor Dr. Hermann Lotze-Campen vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung.


„Stellen Sie auf diese Weise weit wie glaubwürdig auf pflanzliche Alternativen um.“ Wer in der Regel Fleisch isst, kann enorm bewirken, wenn er sich am Prinzip „Sonntagsbraten“ orientiert. Gleichwohl die Auswahl spielt eine Rolle: Geflügel ist klimafreundlicher als Rind. Wenn es doch mal ein Rindersteak sein muss, stammt das Fleisch am positivsten aus regionaler Bio-Weidehaltung. Trotzdem gilt: selten essen!


Saisonalität

Ein Kilo regionale Tomaten verursacht im Sommer 0,2 Kilogramm CO2 – Gewächshausware im Winter fünf Kilogramm. „Selbst im Winter existieren eine reiche Auswahl an saisonalem Gemüse. Beim Obst kann es genauso mal importierte Ware sein“, in dieser Art der Tipp von Diplom Ökotrophologe Stephan Weigt vom Verband für autonome Gesundheitsberatung (UGB). Gemüsekisten vereinfachen den saisonalen Einkauf. Saisonkalender zeigen, welches Obst und Gemüse frisch zugänglich ist.


Regionalität

Regionales spart Transportwege und Treibhausgase. Speziell schlecht schneidet Flugware ab: Ein Kilogramm Spargel, das im Winter mittels Luftfracht zu uns kommt, schlägt mit 30 Kilogramm CO2 zu Buche! In der Saison kommt Spargel mittels Lkw in den Supermarkt und verursacht während einer Wegstrecke von 100 Kilometern exemplarisch 19 Gramm pro Kilo. Deutsche Äpfel, die im Sommer im Kühlhaus lagern, schneiden nichtsdestominder eventuell schlechter ab als solcherart, die durch Schiff aus Neuseeland kommen.


Fisch


Verglichen mit Fleisch hat Fisch zwar eine relativ gute Klimabilanz, ist allerdings in Anbetracht der überfischten Meere problematisch. Genauso Aquakulturen sind nicht allzeit besser: „Lachse exemplarisch sind Raubtiere“, sagt Jana Fischer von der Verbraucherzentrale Hamburg. „Sie werden teils mit Fischabfällen, teils trotz alledem gleichermaßen mit Beifang gefüttert. Der wiederum fehlt anschließend in den Ökosystemen.“ Entscheidend sind Bestände, Region und Fangmethoden. Fische aus europäischer Zucht, zum Beispiel Karpfen, gelten als wenig problematisch.


Der Online-Fischratgeber des WWF ist eine Orientierungshilfe. Insgesamt raten die Umweltschützer vom WWF, Fisch bloß gelegentlich zu essen. Für die Zufuhr an wohlbehaltenen Fettsäuren können Sie des weiteren zu hochwertigen Pflanzenölen und Fabrikaten aus Algen greifen.


Fairness

„Solange der Gesetzgeber die Nachverfolgbarkeit nicht verpflichtend macht, ist eine informierte Kaufentscheidung unerfreulicherweise lediglich limitiert möglich“, sagt Stefan Weigt. Was unterstützt? „Auf Fairtrade-Siegel achten und auf Wochenmärkten innerhalb Bauern aus der Region einkaufen.“


Bio-Produkte

In Bezug auf Treibhausgas-Emissionen macht bio kaum einen Unterschied. Bei ein paar Fabrikaten sind sie darüber hinaus ein bisschen höher. Zu diesem Zweck sind die weiteren Emissionen in Luft, Boden und Wasser geringer als im konventionellen Anbau. Immer von Neuem liest man von Bio-Betrieben, die gegen Richtlinien verstoßen. Trotzdem sei bio oftmals die bessere Wahl, in dieser Art Jana Fischer: „Was während separaten Bio-Betrieben als Missstand auffällt, ist in der konventionellen Landwirtschaft häufig ermöglicht.“



Einkaufen

Es zählt nicht allein, was im Kochtopf landet – statt dessen genauso, wie es dorthin gelangt: Verzichten Sie aus diesem Grund beim Einkauf auf unnötige Autofahrten. Achten Sie genauso darauf, wenn irgend denkbar keine Lebensmittel zu verschwenden. Laut einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens GfK landeten im Anno 2020 in 86 % der deutschen Haushalte noch genießbare Lebensmittel im Müll. Helfen kann ein Speiseplan: So lassen sich Einkäufe okay planen und ohnehin Vorhandenes verwerten.




Klimakatastrophe nicht aufhalten. Es liegt an Politik und Wirtschaft, vernünftige Rahmenbedingungen dazu zu erzeugen.




Mehr zum Thema gesundes Ernährung hier im Blog.


Für alle die es individuell mögen: MyFitCoach

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